Archiv des Autors: Günter Peters

Ziegeleien und Moor haben Ostfriesland geprägt

Die Teilnehmer der Kulturfahrt der Arbeitsgemeinschaft Ländliche Erwachsenenbildung der Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört hatten sich das Thema Ziegeleien in Ostfriesland zum Thema gemacht. Im Landkreis Wittmund gibt es heute noch zwei produzierende Ziegelei in Nenndorf und in Neuschoo, wobei in Nenndorf die Klinker noch in einem Ringofen mit Torffeuer gebrannt werden. Ziegeleien waren einst für manche Region in Ostfriesland die wichtigsten Arbeitgeber. Im Jahr 1814 etwa produzierten die ostfriesischen Ziegeleien rund elf Millionen Steine und 2,2 Millionen Dachziegel. Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Ostfriesland bereits 52 Öfen, in denen die roten Ziegel gebrannt wurden. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Ziegelindustrie eine wichtige Branche in Ostfriesland.

„Das Ziegeleiwesen hat in Ostfriesland eine lange Tradition. Damit verbunden waren harte körperliche Arbeit und karger Lohn in unserer industriearmen Region“, erläuterte Tourenleiter Günter Peters das Thema der Kulturfahrt. In der Ziegelei Neuschoo führte Kevin Schelken dann die Gruppe durch die Produktionshallen. Den Anfang in der Produktionskette macht der natürliche Rohstoff Ton. Nach einer Durchmischung mit verschiedenen Mineralien kommt er in den Zerkleinerer, von dort per Förderband in die Zwischenlagerung. Nach Bedarf kommt das Rohmaterial zur Formgebung in die „Strangpresse“, wo das Tongemisch durch ein Stahl-Mundstück gepresst wird. Der Ziegelabschneider trennt mit einem feinen Stahldraht jeden Ziegel einzeln vom Strang ab. Weitere Arbeitsschritte sind notwendig bis die Zeigelpaletten nach dem Trocknungsprozeß in den Brennofen kommen, wo sie bei Temperaturen zwischen 950 bis 1.000 Grad Celsius gebrannt werden. In Neuschoo werden die Ziegel mit Erdgas gebrannt. Nach dem Brand werden die Klinker sortiert und für den Käufer abgepackt zum Versand bereitgestellt. Die guten „Wittmunder Klinker“ sind stark nachgefragt. Die gute Baukonjunktur macht sich zusätzlich bemerkbar. Mit 27 Mitarbeitern wird rund um die Uhr gearbeitet. „Das ist harte Knochenarbeit. Sehr viel muss mit Muskelkraft gemacht werden“, sagte Kevin Schelken.

Gruppenbild vor bereits bestellten Paletten mit den Wittmunder Klinker, der Klassiker aus Ostfriesland. Das Produkt steht für Wertbeständigkeit, Tradition und Qualität: „Ein ostfriesischer Klassiker, geboren im Feuer des Brennofens“, so steht es in der Werbung der Ziegelei Neuschoo.

Die nächsten Themen der Kulturfahrt waren das Moor und der Torfabbau. Am Ewigen Meer, dem größten Hochmoorsee Deutschlands mit rund 91 Hektar Wasserfläche, erläuterte Harm Poppen die Geschichte des Hochmoores in dem 1180 Hektar großen Naturschutzgebiet. Entstanden ist das Ewige Meer nach der letzten Eiszeit, also vor etwa 10000 Jahren. Das Ewige Meer ist ein Moorauge im Hochmoor. Aufgrund des hohen Huminsäuregehalts leben im Meer keine Fische.  

Dennoch ist das Moor nicht „tot“. Viele Vogelarten unter anderem die streng geschützten Trauerseeschwalben, Gänse, Moorfrosch, Kreuzotter und seltene Pflanzen wie Sonnentau und Wollgräser, haben hier ihren Lebensraum. Nach einem Rundgang auf dem Bohlenweg ging es zur Mittagsrast in die „Alte Post“ in Ogenbargen und dann weiter nach Wiesmoor. Im Bus erläutere Günter Peters, die hundertjährige Entstehungsgeschichte der heutigen Stadt Wiesmoor. „Ohne das riesige Moorvorkommen, ohne die Fehnkultur und ohne den Bau eines Torfkraftwerkes, wäre die Erfolgsgeschichte der jungen Stadtgemeinde Wiesmoor nicht möglich gewesen“, sagte Peters.

Wie hart die Menschen im Moor arbeiten mussten, wurde bei einer Demonstration des Torfgrabens in Wiesmoor allen sehr deutlich gemacht. Manche Teilnehmer konnten sich noch an die Zeit erinnern als sie beim Torfgraben noch mitanpacken mussten. „Das Schönste war für mich als Kind immer die Vesperzeit, mit Tee, Schwarzbrot und Stuten, belegt mit Mettwurst und Käse, und der eigentümliche Geruch des feuchten Moores“, erinnerte sich Günter Peters an seine Jugendzeit.

Um sich an die Anfänge und die schwere Arbeit der Vorfahren und Gründer zu erinnern, ging es mit Heike Schönfeld ins Moor. Das Torfgraben war damals für alle Siedler eine lebensnotwendige Arbeit, um die Hausstelle zu kultivieren, Brennmaterial zu haben und durch den Verkauf etwas Geld zu verdienen. Zwei erfahrende Männer Jürgen Kleen und Diedrich Theilken zeigten die Arbeitsschritte vom „Abbunken“ mit dem „Bunkspaten“, Vorbereitung der „Bank“ und das Stechen der Torfsoden mit dem „Stikker“, Abgraben mit dem „Een- oder Tweekrieger“, das Aufschlagen auf die Grubenkannte und das Umsetzen der Soden mit der „Setzforke“ auf die Torfkarre. Die vollbeladene Torfkarre wurde dann in einer Reihe zum Trocknen abgekippt. „Es war damals wie heute eine harte körperliche Arbeit. Die ganze Familie musste mithelfen“, sagte Diedrich Theilken. In der geräumigen Moorkate, bei Tee, Butterkuchen, Krintstut und Mettwurstbrot, mussten die Teilnehmer elementarsten Fragen Thema Moor beantworten, bevor alle das Moorvogtdiplom überreicht bekamen. Ein junger Teilnehmer der Gruppe sagte zutreffend: „Es war ein beeindruckender Tag, der uns deutlich vor Augen führte, wie hart und entbehrungsreich unsere Vorfahren gearbeitet und gelebt haben. Daran sollten wir immer mit Respekt und Anerkennung denken“.

Fotos: Günter Peters

Varel hat Geschichte und viel Kultur

Die Kulturfahrt der Arbeitsgemeinschaft Ländliche Erwachsenbildung der Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört hatte zu einer interessanten Tagesfahrt mit dem Thema „Geschichte und Kunst“ in die Stadt Varel eingeladen. Das Varel mehr zu bieten hat, als allgemein von Einheimischen angenommen wird, wurde spätestens deutlich, als der 1. Vorsitzender des Heimatvereins Varel, Hans-Georg Buchtmann,  im Heimatmuseum die Geschichte des Amtsbezirks und des Grafenhauses von Aldenburg und von Bentinck, darstellte. Großes Lob gab es für die Präsentation der Ausstellungen und Sammlungen, u.a. die Sammlung aus dem Nachlass des Schriftstellers Georg Ruseler, sowie die Werke von Julius-Lothar Meyer, der als Arzt und Chemiker, einer der Begründer des Periodensystems der chemischen Elemente war. Beeindruckend ist auch das Literatur- und Bibliotheksarchiv mit den geschichtlichen und zeitgenössischen Dokumenten und Literatur über Varel und die Friesische Wehde.

De Führung durch die Stadt Varel hatte Helga von Eßen übernommen. Im Mittelpunkt stand die ehemalige Schlossanlage mit der noch vorhandene. Kirche. Im Inneren dominiert der berühmte aus Eiche geschnitzte, zehn Meter hohe Altarretabel des Bildhauers Ludwig Münstermann. Die Stadtgeschichte machte deutlich wie sehr der Streit der Bürger mit dem Grafenhaus in Oldenburg, die Erbstreitigkeiten derer von Aldenburg und von Bentinck, aber auch mit dem dänischen Könighaus, die Stadtgeschichte geprägt haben. Nach dem Mittagessen im Fischrestaurant Aal & Krabbe am Vareler Hafen, ging es nach Rallenbüschen zum Metallkünstler Didel Klöver (Kunst Yard-Art). Der Künstler führte die Gruppe durch sein Atelier und zeigte im Garten seine unglaublich ideenreichen „Schrott“ Kunstwerke. „Das Atelier mit den originellen Metallplastiken muss man gesehen haben“, so Günter Peters. Für den schnellsten Mann der Welt, Usain Bolt, baute Didel Klöver sogar eine-800-Kilo-Koloss Statue aus Eisen-Bolzen. Sie steht heute auf Jamaika. Mit einer Kaffeezeit, serviert von Ehefrau und Tochter, wurde der kulturreiche Tag beendet. Die nächsten Touren führen zur Ziegelei nach Neuschoo und ins Moor nach Wiesmoor sowie mit dem Wattwagen von Sahlenburg nach Neuwerk.

Besonders sehenswert ist der vom Hamburger Bildhauer Ludwig Münstermann in den Jahren 1613 – 1618 geschaffener, fast zehn Meter hoher Schnitzaltar. Er wurde im Auftrag des damals über Varel herrschenden Grafen Anton II. errichtet und gilt als eines der Hauptwerke des norddeutschen Bildhauers.

 

 

 

 

 

 

M;it offenen Augen und mit etwas Zeit kann der Besucher die Ideenkombinationen der  Kunstwerke genießen. Unglaublich wie aus „Schrott“, Rohre, Stangen, Bolzen, Zangen, Haken, Schaufeln, Federn, Zündkerzen und Mistgabeln, Kunstwerke zusammengeschweißt werden. Im großen Garten hinter der „Linde“ in Rallenbüschen können die Kunstwerke besichtigt werden

 

Cuxhaven: Land zwischen Weser und Elbe

 

Eine beeindruckende Kulturfahrt mit neuen Informationen und Eindrücken erlebten die fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Rundfahrt durch das Land Cuxhavener Land zwischen Weser und Elbe. Das Gruppenbild entstand vor der Kulisse der Burg Bederkesa..Foto: Günter Peters

 

Die Teilnehmer der Kulturfahrt der Arbeitsgemeinschaft der Ländlichen Erwachsenenbildung (ARGE LEB) in der Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört hatten sich vorgenommen die Region des Landkreises Cuxhaven mit der Wurster Nordseeküste und dem Geestland zu erkunden. Ausgewählte Ziele waren die Stadt Cuxhaven, das Aeronauticum in Nordholz und die geschichtsträchtige Burg in Bad Bederkesa. Eine kleine Abwechslung bot außerdem noch der Fischmarkt zwischen den alten Hafenanlagen und den Fischhallen.

Die erste Station war das AERONAUTICUM, das deutsches Luftschiff- und Marinefliegermuseum Nordholz. Dort werden einzigartige Exponate, beeindruckende Modelle, Original-Luftfahrzeuge in Museumshallen sowie auf dem rund 36.000 Quadratmeter großen Außengelände ausgestellt. Die zwei kompetenten Gästeführer informierten ausgiebig über die historische und technische Entwicklung der Luftschifffahrt, der See- und Marinefliegerei. Auf dem Außengelände können auch ehemalige DDR Flugzeuge und Hubschrauber, eine Breguet BR 1150 Atlantic und zwei Panavia MRCA Tornados und weiter Flugzeuge hautnah besichtigt werden. In einer modernen Halle wird die Entwicklung der Luftschifffahrt dargestellt. Neben dem Museumsgelände befindet sich der Flugplatz des Marinefliegergeschwaders 3 „Graf Zeppelin“ von wo heute u.a. der Seeaufklärer  P-3C Orion eingesetzt wird.

 

Nächste Ziel war Cuxhaven. Cuxhaven zählt zu den größten Fischereihäfen Deutschlands. Im Nordseeheilbad Cuxhaven ist der Kurbetrieb und Tourismus ebenfalls von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake. Das hölzerne Seezeichen markiert an der Elbmündung den Übergang von der Unter- zur Außenelbe und damit die Grenze für die Binnenschifffahrt. Sie ist auch das Motiv des Wappens der Stadt. Während der Busrundfahrt mit umfangreichen fachlichen Erläuterungen zur Stadtgeschichte wurde auch auf die Linienverkehr vom Amerika-Hafen (Steubenhöft) nach Amerika hingewiesen. Trotz Krisen und Rückgang in der Fischereiflotte hat Cuxhaven heute noch in der Fischverarbeitung und beim dem Transport per Bahn oder Lkw in allen Teilen Deutschlands und Mitteleuropas eine herausragende Stellung.

 

Abschluss der Kulturfahrt war die Besichtigung der Burg in Bad Bederkesa.

Die Burg Bederkesa gehört zu den wenigen profanen Bauten aus dem 12. Jahrhundert im Gebiet des Landkreises Cuxhaven. Bauherren waren die Ritter von Bederkesa die sich ständig im Konflikt mit der Herrschaft der Stadt Bremen befanden. Nach wechselnden Eigentümern vom Herzogtum Bremen-Verden zum schwedische Königshaus und dem Kurfürstentum Hannover, kam die Burg in Privatbesitz und verfiel nach und nach. Erst mit dem Kauf des Landkreises erfolgte eine Komplettsanierung und die Burg wurde Dienstsitz der Archäologischen Denkmalpflege und wird vor allem als Museum für Archäologie genutzt. „Die Kulturfahrt ist eine empfehlenswerte Rundreise durch Geschichte, Kultur, Tourismus und Wirtschaft in der Region zwischen Weser und Elbe“, sagte Reiseleiter Günter Peters. Das Thema der nächsten Kulturfahrt ist die Provinz „Groningen – Stadt und Land“.

Dorfgemeinschaft will Wilblumenwiesen anlegen

Bienen- und Insektensterben stoppen
Projekt „Anlage artenreicher Wildblumenwiesen“

Wiesede – Auf der Vorstandssitzung der Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört berichtete Ehrenvorsitzender Günter Peters über die Informationsveranstaltung der Bingo-Umweltstiftung in Hannover zum Thema Bienen- und Insektensterben. In einem Vortrag wies Dr. Otto Boecking vom LAVES – Institut für Bienenkunde Celle auf die dramatische Situation der Wildbienen hin.  Zu der Veranstaltung waren 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes, der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und den Bürgervereinen und Kommunen gekommen. Die Ursachen für das Insektensterben wurden von niemanden in Frage gestellt. Es ging ausschließlich um die Frage, wie kann das Insektensterben gestoppt werden und welche Maßnahmen notwendig sind.

Zu den bekannten Ursachen wie Stickstoffeintrag, Grünlandumbruch, Vernichtung von Brachen, Missachtung des Wallheckenschutzes, großflächige Mahd (Mehrfaches Mähen, Silage), Maisanbau, Überweidung, Wegfall der Beweidung, Einsatz hochwirksamer, langlebiger Insektizide und Herbizide (z. B. Glyphoshat, Neonikotinoide). Die intensive Landwirtschaft  hat zum des dramatischen Rückgangs von Insekten und der Insektenvielfalt geführt. Fazit: Wo es keine Insekten und Bienen mehr gibt, gibt es keine Vögel und keine Früchte und kein Obst. Der „stumme Frühling“ ist in vielen Regionen unseres Landes bereits traurige Wirklichkeit geworden.

„In erste Linie ist die Politik dringend gefordert. Leider ist die Politik zu träge und mit Lobbyisten durchsetzt. Wir müssen jetzt handeln, dort wo wir es können, in den Dörfern, den Gemeinden und im Landkreis können wir jetzt unseren Beitrag leisten“, sagte Günter Peters. Durch Information müsse das Bewusstsein für diese Problematik geschärft werden. Alle Bürger sollten sich engagieren. Gruppen müssten sich zusammensetzen, um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Niemand dürfe außen vor bleiben, denn alle haben eine Mitverantwortung. Günter Peters hat der Dorfgemeinschaft nun vorgeschlagen, zunächst in der Ortschaft Wiesede und Upschört ein Projekt „Anlage von artenreichen Wildblumenwiesen“ umzusetzen.

Er appellierte besonders an die Bürgervereine und Dorfgemeinschaften, Gemeinden und den Landkreis, dieses Thema ebenfalls aufzugreifen und Vorschläge zu entwickeln, was vor Ort gemacht werden kann. Ganz sicher sind auch viele Landwirte bereit, mit Hilfe und  Unterstützung und finanzieller Förderung, Blühstreifen an Ackerränder oder auf Brachflächen anzulegen. Künftig sollten aber auch die Wegeränder an Gemeindestrassen und kommunalen Grünflächen nicht mehr radikal abrasiert werden. „Es muss in unseren Köpfen endlich ein Umdenken stattfinden“, so der Appell an alle Bürger. Mit bunten Blüten übersäte Wiesen sollten wieder ein alltäglicher Anblick sein.

In der anschließenden Diskussion wurde auch deutlich gemacht, dass Sach- und Fachverstand erforderlich sind, um erfolgreich die gewünschte Wildblumenwiese anzulegen. Die nötigte Beratung könne z. B. durch die verschiedenen Saatguthersteller, die Bingo-Umweltstiftung und auch durch den NABU erfolgen. Die entsprechenden Fördermittel stellt die Bingo-Stiftung bereit. Der Vorstand hat beschlossen, eine Arbeitsgruppe zu bilden um die Möglichkeiten in Wiesede und Upschört zu prüfen. Weitere Informationen: www.bingo-umweltstiftung.de.

 

Blumenwiesen sind dringend notwendig für das Überleben der Insekten und der Wildbienen. Der Anblick einer Blumenwiese ist gut für unsere Seele und unser Wohlbefinden.

Fotos: NABU

 

Rundreise zu Ostfriesen in Amerika

Auf der Zusammenkunft in der Gaststätte Bender haben 33 Frauen und Männer aus der Region Ostfriesland beschlossen, vom 27. August bis zum 08. September gemeinsam nach Amerika zu reisen, um die Nachkommen der ausgewanderten Ostfriesen in den Bundesstaaten Ilinois, Missouri und Iowa, zu besuchen. Der erfahrene Organisator der Rundreise „routes to the roots“ ist Dr. Wolfgang Grams aus Oldenburg. Er war begeistert von dem großen Interesse. Er wusste zu berichten, dass auch die Nachfahren der Ostfriesen in Amerika sich auf dem Empfang der Gäste vorbereiten. „Es wird eine spannende und erlebnisreiche Zeit mit vielen Begegnungen und Wiedersehen von Verwandten und Nachfahren der ostfriesischen Auswanderer“, sagte Grams

IDUNA – die Zirkusprinzessin

Iduna, die Zirkusprinzessin

Die Zirkusprinzessin ist eine Operette in drei Akte
von Emmerich Kálmán (1882–1953).

Die Schauspielerin Erika Janna Petersen  gastiert mit Ihrem Stück „Iduna – die Zirkusprinzessin“

am Sonntag, 05. November, um 17:00 Uhr, in der Kapelle Wiesede, Dorfstraße (direkt am Dorfplatz).

Inhalt:

In der Operette „Zirkusprinzessin“ geht es um Liebe, Leidenschaft und Existenzkampf. Was ist schön und wichtig im Leben eines jeden Menschen? Iduna, die Zirkusprinzessin, gibt die Antwort – eine Geschichte um Liebe, Leidenschaft und Existenzkampf der Zirkusfamilie Torselli. Den Zuschauer erwartet eine fein abgestimmte Mischung aus Gesang, Instrumental-Stücken und Erzählung. Melodien von George Gershwin, Edvard Grieg und Astor Piazzolla reihen sich an unvergessliche Lieder wie „Oh, mein Papa“ aus dem der Operette „Feuerwerk“, Alexandras „Zigeunerjunge“ und dem russischen Volksstück „Ja lublú tebjá“. Die musikalischen Weisen begleiten die Lebensgeschichte des Zirkusmädchens Iduna und ihr Streben nach Verwirklichung der eigenen Träume.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ganz viele Besucher zu dieser Veranstaltung kommen.

Der Vorverkauf ist bereits angelaufen.
Eintritt Vorverkauf 10.00 Euro /  Abendkasse 12.50 Euro

Karten im Vorverkauf bei

Tourist Information in Friedeburg, Tel.: 04465 1415
– Ingo Friedrichs Tel.: 01573 170 1658
– Elke Hildebrandt Tel.: 04948 – 91 2929

oder an der Abendkasse

Herzlichst Ihre
Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört

 

Auswanderung Ostfriesen nach Amerika

Veranstaltung zum Thema Auswanderung
Familienforschung Ostfriesland/Amerika

Wiesede, Gastwirtschaft J.Saathoff. Sie war um 1880 noch im Besitz von Nanne Ahrends Hanken

Am 14. September (19 Uhr) in der Gaststätte „Zum weißen Roß“, Wiesede, sind Angehörige der amerikanischen Auswanderfamilien eingeladen, um mit dem Familienforscher Steve Hanken und seiner Frau Sharon aus Monticello (Iowa) über seine Erkenntnisse der amerikanisch/deutschen/ostfriesischen  Familienforschung zu sprechen. Bei großem Interesse wird daran gedacht, eine 14tägige Rundreise nach Iowa (Thema: Auf den Spuren ostfriesischer Auswanderer) in 2018 durchzuführen. Ein kompetenter Referent, der Erfahrung auf diesem Gebiet hat und schon ähnliche Reisen organisisert hat, wird an dem Informationsabend teilnehmen. Aus organisatorischen Gründen ist ein Anmeldung unter E-Mail: peters.wiesede@t-online.de oder Tel. 04948 565 sehr hilfreich.

Mehr zum Thema steht auf der Seite „Auswanderer Liste“, ebenso die Namen der Auswanderer aus den Dörfern des Südkreises des Landkreises Wittmund die nach Iowa (Jones County und Monticello) auswanderten.

Das Rheiderland – zwischen Dollart und Niederlande

 

 

Beim Rundgang durch den Sielort Ditzum wird auch die imposante Holzbrücke über das Bunde-Ditzumer Sieltief überquert. Eine gute Gelegenheit für ein Gruppenfoto. Im Hintergrund die Kirche mit einem leuchtturmähnlichen Turmaufsatz und die Windmühle (Galerieholländer).

Das Rheiderland als Grenzland zwischen Dollart und den Niederlanden war Thema der Kulturfahrt der ARGE Ländliche Erwachsenenbildung der Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört unter der Leitung von Günter Peters. Erster Anlaufpunkt war die historische Kleinstadt Weener, die in den vergangenen Jahrhunderten noch einen Hafen an der Ems hatte und durch seine Vieh- und Pferdemärkte bekannt war. Weil auch die wichtige Heer- und Handelsroute ins südlich gelegene Münsterland (Hochstift Münster) durch Weener verlief, das Rheiderland als Grenzregion zwischen Ostfriesland und den späteren Niederlanden liegt, war es vom 15. bis ins späte 17. Jahrhundert mehrfach Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Eine besondere Bedeutung für die Verteidigung Ostfriesland hatte die schon im 14. Jahrhundert errichtete Dieler Schanze.

Wer mehr über die Geschichte der Grenzlandregion erfahren will, muss unbedingt das sehenswerte Heimatmuseum Rheiderland besuchen. Das alte Gebäude wurde im Jahre 1791 nach holländischem Vorbild als Armenhaus errichtet. Das Museum zeigt Darstellungen zur Geschichte der Region von der Archäologie, Landwirtschaft, des Handwerkes, der Kirchengeschichte und Wohnkultur bis zum Ziegeleiwesen. Einen umfassenden Einblick in die 3000 jährige Geschichte der Region gab die Vorsitzende des Heimatvereins Margarethe von Glan-Hesse.

Nicht weit vom Heimatmuseum entfernt steht das Organeum. Das Organeum ist inzwischen ein bedeutsames Kultur- und Bildungszentrum. Angegliedert ist ein Museum mit ca. 35 Orgeln und  Tasteninstrumenten. Ostfriesland gilt ohnehin bei den Fachleuten als bedeutendste Orgellandschaft weltweit. Die Funktionsweise, die musikalischen Möglichkeiten die unterschiedliche Orgeln bieten, hat der niederländische Organist Ludolf Heikens auch eindrucksvoll erklärt und vorgeführt. Auch das Spiel auf dem alten und sehr gut erhaltenen Cembalo, das 1741 für den letzten ostfriesischen Fürsten Carl Edzard erbaut wurde, hat die Zuhörer regelrecht begeistert. Auf der anschließenden Informationsfahrt erklärte die Gästeführerin Helga van Hoorn die Besonderheiten der Landschaft und der typischen Orte des Rheiderlandes. An dem Steinhaus in Bunderhee, eine der ältesten erhaltenen Burgen Ostfrieslands, wurde ein Zwischenstopp eingelegt. Die dreigeschossige mittelalterliche

Bültjer Werft Ditzum

In der Reparaturhalle der Werft Bültjer nutzte Juniorchef Gerjet Bültjer die Gelegenheit die vielen Fragen der Teilnehmer zu beantworten.

Turmburg in Bunderhee aus dem 14. Jahrhundert war Häuptlingssitz und diente der Verteidigung. Es folgte dann ein Spaziergang durch den schönen Sielort Ditzum mit einem Besuch auf der Bültjerwerft wo der Juniorchef Gerjet Bültjer die interessierten Besucher empfing. Auf der sehr informativen Führung durch die Werfthallen wurde klar, dass dieser Familienbetrieb einige Besonderheiten im Schiffbau bewahren konnte, weil die altbewährten Methoden immer noch hoch im Kurs stehen und schon an die fünfte Generation weitergegeben wurden, sagte der Juniorchef Gerjet Bültjer nicht ohne Stolz. Die Arbeitsweise hat sich aber in den letzten 100 Jahren nur wenig verändert. Bis 1958 wurden nur Fischereifahrzeuge gebaut, danach wurden mehr und mehr Kutteryachten hergestellt. Der letzte Fischkutter verließ Ditzum im Frühjahr 1990. Dennoch ist die Werft nicht ohne Arbeit; Yachtbauten, Reparaturen, jährliche Pflegemaßnahmen, Renovierungen an Traditionsschiffen aus dem In- und Ausland beschäftigen eine Belegschaft von 15 – 20 Mann. Ab und zu findet sich mal ein „Nichtholzschiff“ ein, im Winterlager oder auf der Helling sind auch diese willkommen. Aber immer noch gilt die Regel, dass Fischkutter Vorrang haben bei allen Terminplanungen. Sehr beeindruckt von dem Besuch auf der traditionellen Schiffswerft Bültjer ging es zum Abschluss in das „Melkhuske“ der Familie Else Wuebbena in Hatzum, wo bei Tee und Torte und strahlendem Sonnenschein ein wunderschönen Tag zu Ende ging.