Waldweihnacht im Wysder Holt

Den Wildtieren eine Waldweihnacht bereitet

TRADITION      Aktion der Dorfgemeinschaft im „Wysder Holt“ 

WIESEDE     – Fast schon als „kleine Tradition“ lässt sich eine die Veranstaltung bezeichnen, zu der die Dorfgemeinschaft Wiesede-Upschört zwischen Weihnachten und Neujahr ins „Wysder Holt“ am Prefelder Weg einlädt.

Etwa 50 Menschen hatten sich am Sonntagnachmittag mit Heu, Meisenringen, Futterglocken und andere Leckerbissen für Tiere auf den Weg gemacht. 

„Nach den Weihnachtstagen tut es uns allen gut, hier draußen zu sein, in frischer Luft durch den Wald zu laufen, und etwas Interessantes zu lernen“, begrüßte Mitorganisatorin Iris Schlegel eine bunte Schar von Kindern, die mit Eltern, Großeltern oder Verwandten in das kleine Waldgebiet am Ems-Jade-Kanal gekommen waren.

Ein Magnet an der Sitzgruppe vor dem „Wysder Holt“ waren besonders für die Kinder Präparate heimischer Wildtiere. Ein Fasanenpärchen, ein Hase, eine Krähe, ein Eichelhäher, eine Elster und besonders das Mauswiesel begeisterten die Jüngsten. Jägerinnen und ein Förster erzählten dem interessierten Publikum viel über die Geschichte des Waldes und die hier lebende Tierwelt. Viele der anwesenden Kinder wussten gut Bescheid, dass Vögel, Hasen, Rehe, Füchse und Wildschweine hier zu Hause sind, oder dass sie als Besucher im „Wysder Holt“ vorbeikommen.

Es wurde berichtet, dass in einem normalen Winter das natürliche Futterangebot unserer Natur ausreicht, die Wildtiere zu ernähren. Aber sie freuen sich bestimmt, auch mal ein paar zusätzliche Leckereien vorzufinden. Die interessierten Zuhörer lernten auch, dass alle Bäume hier einmal angepflanzt wurden, erfreulich wachsen, aber auch gepflegt werden müssen. Einige Stämme sind mit Farbe gekennzeichnet, die sollen bald gefällt werden, damit die danebenstehenden Bäume mehr Platz, Licht und Nährstoffe bekommen.

Alle gemeinsam gingen dann mit den Futtergaben und Leckereien für die Wildtiere los, um sie im schönen Eichen- und Buchenwald zu verteilen. Futterglocken wurden aufgehängt und Heu kam an trockene Plätze an Baumstümpfen. Vielleicht wird ein Reh oder ein Hase hier bald ein warmes Lager finden, oder das Heu auch gern fressen. Der Fantasie der Waldinteressierten waren da keine Grenzen gesetzt.

Ganz zum Schluss versammelten sich alle an der Sitzgruppe vor dem „Wysder Holt“. Dort gab es warme Getränke, Gebäck und viel Gesprächsstoff über den netten und interessanten Waldnachmittag.  Aktionen wie den winterlichen Waldspaziergang unterstützen die gemeinnützige Werner-Stiftung Friedeburg-Wiesede-Upschört, die Naturschutzgruppe WaldRanger und die örtliche Jägerschaft.